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📌Achtung, es folgt ein trauriger Bericht und schlimme Fotos 📌
18.12.2025, 24610 Gönnebek
#tiertötung gönnebek
Wichtiger Zeugenaufruf! Wer hat was gesehen?
Wer kann Hinweise zum Täter geben?
Am 18.12.2025 fand ein Mädchen beim Spaziergang mit ihrem Hund auf einem Waldweg 8 tote Kaninchen und einen noch lebenden Hahn. Gemeinsam mit ihrer Mutter konnte der Hahn mehr tot als lebendig gesichert und werden. Nach mehreren Anrufen bei Personen aus dem Umkreis der Mutter bekam sie den Hinweis zur schnellsten Kontaktaufnahme zur Tierhilfe KiMA (https://www.thkima.de/). Eben diese Tierhilfe, meine beste Freundin, rief mich abends um 21:00 Uhr an. Gemeinsam haben wir die weiteren Schritte geplant.
Der Hahn wurde zur weiteren Stabilisierung zu ihr gebracht. Zur Beweissicherung am Fundort wurde das örtliche Tierheim und die Polizei informiert. Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde aufgegeben. Das zuständige Veterinäramt ordnete die Sicherung der toten Kaninchenkörper an.
Aufgrund des Verletzungsmusters ist davon auszugehen, dass eine Person gezielt die jungen, unkastrierten Kaninchenböckchen aussortiert hat (ggf. ein Vermehrer? Es handelt sich um verschiedene Kaninchenrassen ungefähr gleichen Alters) und sie in Tötungsabsicht an den Hinterbeinen an eine Wand geschlagen hat. Weiter ist davon auszugehen, dass eben dieses auch bei dem Hahn gemacht wurde und er bewusstlos, aber lebend, mit den toten Kaninchen in eine Tüte gestopft wurde und am Fundort ausgekippt wurde. Seine Atemnot und der starke Geruch nach Kaninchenurin lassen darauf schließen.
Der Hahn, inzwischen "Locke" genannt, hat wie durch ein Wunder die Nacht überlebt. Am nächsten Tag wurde er einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt und dort weiter stabilisiert. Anschließend kam er in meine (Private Tierhilfe Federglück) Obhut. Ein weiterer Tierarztbesuch ergab eine irreparable Hüftluxation. Diese Verletzung deutet auf den oben genannten Tatvorgang hin.
Lockes Zustand war ein Auf und Ab. Mal aß er gut, war wach und ansprechbar, mal ging es ihm gar nicht gut. Hoffen und Bangen... Leider verstarb er am 2.01.26 trotz aller intensivmedizinischer Betreuung.
Eine Meldung an PETA wurde gemacht. PETA hat eine Belohnung in Höhe von 1000,00 Euro für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt!
https://presseportal.peta.de/grausamer-fund-in-goennebek-acht-kaninchen-getoetet-hahn-zum-sterben-zurueckgelassen-peta-bietet-1-000-euro-belohnung-fuer-hinweise-und-wird-strafanzeige-erstatten/
Große Hühnerrettung 2025
Lesen Sie hier ein Bericht zu der Rettung.
Am 30.05.2025 und am 05.06.2025 konnte ich aus einem Bodenhaltungsbetrieb deren übrig gebliebenen Legehennen übernehmen. "Übrig geblieben" ist wortwörtlich zu nehmen. Die anderen Legehennen wurden bereits ausgestallt, d.h. eingefangen und in engen Kisten zu einem Schlachthof gefahren worden, um sie hier schlachten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hennen bereits 2 Jahre in den Betrieb und mussten einmal die Zwangsmauser über sich ergehen lassen, um sie künstlich in die nächste Legeperiode zu bringen und sie weiter "nutzen" zu können. Einige Hennen sollten von einem befreundeten Landwirt übernommen werden, aber dieser sei abgesprungen und nun wüsste die Person nicht was er mit den Tieren machen sollte. Sie einfach umbringen wollte die Person auch nicht. In seiner Not wandte er sich an LOOKI e.V. Verein zur Tierrettung und bat um Hilfe. Da die Kolleg*innen aber derzeit keine Kapazitäten hatten, wandten sie sich an mich. Mit LOOKI e.V. Verein zur Tierrettung arbeite ich seit Jahren eng zusammen und da sie wussten, dass meine ursprünglich geplante Hühnerrettung in dem Zeitraum abgesagt wurde, lag es auf der Hand mich zu kontaktieren.
Innerhalb von wenigen Tagen eine größere Rettung zu organisieren war eine Herausforderung, zumal der Landwirt mit "30-40 Hennen" nur eine ungefähre Anzahl nennen konnte. Es mussten Lebensplätze organisiert, Übergaben der Tiere an ihre neuen Menschen koordiniert werden, ausreichend Material und Transportkapazitäten zur Verfügung stehen, ein kleines Helferteam für die Versorgung der geretteten Tiere bei mir Zuhause zusammengestellt werden und so weiter. Auch wenn es einige graue Haare und einen Schlafmangel bedeutet hat, ging die Planung auf und alle Hennen des Betriebes konnten eingefangen und übernommen werden. Die meisten wurden bereits in den Tagen nach der Rettung an Adoptant*innen übergeben werden. Bei mir blieben vor allem Pflegehennen, also solche, die eine besondere Aufmerksamkeit benötigten. Die meisten mussten einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt werden.
Am 30.05.2025 konnte ich 42 Hennen übernehmen und in den Folgetagen an Adoptant*innenen übergeben. Bedeutete aber auch im Umkehrschluss, dass spontan 42 Hennen mehr bei mir wohnten. Was für ein Gegacker! Der überwiegende Teil der Hennen war fit und mussten keinem Tierarzt vorgestellt werden.
Sehen Sie hier einige Eindrücke von dem ersten Teil der Rettung:
Federn auf dem Boden
Eine fast federlose Henne
Kurzer Zwischenstopp - das erste Mal Gras und Sonne
So am Ende der Kraft
Pflegis warten auf Begutachtung
Völlig am Ende
Transport
Boxentetris
Einige Tage nach der Rettung - das erste mal Sonne
Am 05.06.2025 trafen wir uns am Abend an der Anlage. Das Licht wurde bereits früher gelöscht und wir trugen neben einem Schutzanzug und Schuhüberziehern (persönliche Hygienemaßnahmen ist obligat für die Helfer und auf die Gesundheit der zu rettenden Hennen) eine Stirnlampe mit Rotlicht. Das Rotlicht können kennen nicht sehen und so kann eine Rettung unter möglichst geringer Panik unter den Tieren stattfinden. Bei der Begehung der Bereiche der Anlage stellte sich schnell raus, dass es deutlich mehr als die von dem Landwirt genannten "wohl 30-40" sein werden - am Ende lagen wir bei 77. Zum Glück habe ich ein größeres Auto, habe deutlich mehr Transportboxen eingepackt und bin verdammt gut im Tetris, dass am Ende alle irgendwie ins Auto gepasst haben. Zuhause angekommen wartete schon das wundervolle Helferteam auf unsere Ankunft.
Jede Henne wurde kurz hinsichtlich des Gesundheits- und Ernährungszustand gecheckt. Jede Henne bekam einen Spiralring und, je nach Befiederungszustand einen Hühnerpulli. Fitte Hennen zogen raus in den großen Stall, verletzte und schwache Tiere kamen mit rein und wurden hier weiter medizinisch versorgt. Als "Pflegi" (also Huhn mit besonderen Bedarfen) wurden zu Beginn rund 16 Hennen eingestuft
- 3 Hennen mit noch drei Federn am Leib
- 3 offene Verletzungen, u.a. eine Skalpierung, eine große Wunde am Rücken und eine am Bein
- 2 hängende Flügel (V.a. Flügelfrakturen) eine Henne hatte dazu eine Fußverletzung
- 1 Henne konnte nicht aufstehen, hier lag zunächst der Verdacht auf eine Fraktur der beiden Beine vor.
- 3 stark traumatisierte Hühner die schrien als wir Menschen ihnen zu nahe kamen
- 1 schlimme Atemnot
- 4 Hennen waren ganz besonders klein und schwach. Sie waren am Ende ihrer Kraft.
Jedes Huhn war nach der ganzen Aufregung und dem Erleben einer traumatisierenden Ausstallung der "Schwestern" sehr erschöpft. Vielen Hennen war es auch in den Folgetagen noch deutlich anzumerken, andere erkundigten bereits am nächsten Tag ganz mutig ihr neues Zuhause. An den ersten Grashalme ihres Lebens wurden zaghaft gezupft und das warme Runde am Himmel 🌞 wurde auf den Federn genossen. Für die meisten Hennen war bereits am nächsten Tag oder in den darauf folgenden Tieren wieder Umzugstag - dieses mal aber in ihr endgültiges Traumzuhause.
In den Folgetagen wurden alle kritischen Pflegis mit einem medizinischen Bedarf einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt und entsprechend behandelt. Insgesamt lagen die Tierarztkosten bei rund 2000,00 Euro.
- Eine Henne bekam eine Schichtei OP und wurde gechippt
- 4 Hennen wurden aufgrund einer Legedarmentzündung behandeln und ebenfalls gechippt.
- Eine Henne wurde aufgrund einer großflächigen nekrotischen Wunde die bis auf den Knochen ging und diesen bereits angegriffen hatte, euthanasiert.
- Einer Henne wurde operativ der Flügel amputiert, da sie sie eine schwerwiegende Hummeruskopffraktur hatte, die sich nicht anders behandeln lies.
- eine Henne hatte auf der Innenseite des rechten Beines eine lange Risswunde, die dreimal beim Tierarzt operativ versorgt wurde.
- Die Wunder der Henne mit der Spalpierungsverletzung wurde durch einen Tierarzt begutachtet. Die Wunde wurde mit Salbe über einen längeren Zeitraum versorgt.
- Wurmmittel wurde verschrieben und alle Hühner wurden entwurmt. Leider hatten die Neuen Würmer mitgebracht.
- Die Henne mit dem hängenden Flügel wurde geröntgt und der Flügel getaptet. Der Fuß wies eine alte Fraktur auf und musste nicht weiter behandelt werden.
Sehen Sie hier einige Bilder dieser Rettung:
Tiefe nekrotische Wunder
Nach der Rettung:
Sonne auf dem Körper - Herrlich!
Ein Ausflug raus - warm eingepackt mit einem Hühnerpulli
Alte Fußfraktur
Angekommen und mit einem Hühnerpulli versorgt
Schwere Legedarmentzündung. Extreme Pinguinhaltung.
Spalpierung am Hals - großflächige offene Wunde am Hals
Hummeruskopffraktur
Nach der Rettung - kurzes Sonnenbad "oben ohne"
Tiefe Wunde nach der Entfernung der Kruste
getapter Flügel
große offene Risswunde
Schwere Atemnot
Transport
Mein herzlicher Dank geht an mein wunderbares Helferteam, an meine Eltern die in dieser intensiven Zeit sehr oft Hühnertaxi zum Tierarzt gespielt haben (und sie nie geklagt haben), an die Adoptant*innen die den geretteten Hühnern ein wundervolles Leben ermöglichen und an die lieben Menschen, die durch ihre finanzielle oder materielle Unterstützung die Versorgung der Hühner in diesem hohen Maße überhaupt erst möglich gemacht haben. Vielen vielen Dank!
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Wenn Sie mich auch unterstützen möchten kann dieses z.B. ganz einfach über PayPal erfolgen: [email protected]
01.07.2023
Rettung von 553 Hennen vor dem Schlachter
Bericht über die Rettung am 10.06.23 und die "Resterettung" am 24.06.23
553 Hennen aus Bodenhaltung gerettet und 6 Hähne aus dem Tierheim Süderstraße in ein Traumzuhause vermittelt.
Liebe Freund*innen der Privaten Tierhilfe Federglück,
liebe Alle, die mitgefiebert haben, an uns gedacht haben, uns viel Kraft gegeben haben und im Gedanken an unserer Seite standen,
die Rettungen der Hennen aus dem Bodenhaltungsbetrieb haben sicherlich bei uns allen Spuren hinterlassen, eine sind verblasst, einige werden für immer ein Teil von uns bleiben - zu unmittelbar waren die Erfahrungen die das Betreten eines Bodenhaltungsbetriebs mit 106.000 eingesperrten Hühnern mit sich bringt.
Freude und Traurigkeit liegen so eng beieinander! Freude über 553 vor einem grausamen Tod auf dem Schlachthof in Polen geretteten Hennen, die durch nun die Rettung zum ersten Mal in ihrem Leben die Sonne auf ihrem Körper spüren dürfen und über 6 vermittelte Hähne aus dem Tierheim Süderstraße, die teilweise nach vielen Jahren endlich das Tierheim verlassen konnten. Gleichzeitig laufen Tränen im Gedanken an die 106.000 Hennen über unser Gesicht, die jetzt einfach weg sind. Weg und tot, ohne dass wir ihnen helfen konnten… Diese Blicke der Hennen und ihr aufgeregtes Gackern am 10.06.23… das wird immer in unserem Herzen sein…
106.000 Tiere die NIE EIN LEBEN HATTEN, brutal eingefangen,
verletzt und verängstigt wie (oder als?) ABFALL in Kisten gesteckt, stundenlang ohne Essen und Trinken in qualvoller Enge mit vielen anderen Hühnern zitternd vor Angst, Hunger und Durst auf einem LKW nach Polen transportiert, um dann dort ERMORDET zu werden… das alles beschäftigt uns noch immer. Aber liest bitte meinen Bericht und macht euch selber einen Eindruck.
Am 10.06.23 wurden insgesamt 185 Hennen und 5 Hähne aus dem Tierheim Süderstraße in Hamburg an Adoptant:innen übergeben.
Wir trafen uns um 10:00 Uhr an der Anlage. Das Einfangen (und somit auch die grausame Entscheidung, wer mit darf mit und erhält somit ein Leben im Glück und wer muss in wenigen Wochen sterben) verlief dank des tollen Teams und der guten Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter:innen der Anlage reibungslos. Bereits um 14:00 Uhr konnten wir uns mit 185 Glückspilzen im Gepäck auf den Weg zum ersten Übergabeort machen. Hier warteten bereits viele aufgeregte Abnehmer*innen auf ihre neuen gefiederten Mitbewohner*innen. 77 Hennen und zwei Hähne wurden vorsichtig und liebevoll in vorbereitete weich gepolsterte Transportboxen umgesetzt. Dank der tatkräftigen Unterstützung eines Tierarztes konnten wir geschwächten Hennen gleich vor Ort helfen. Einige Hennen waren so schwach, dass sie noch vor Ort Infusionen bekommen mussten, um transportfähig zu sein. Eine Henne war durch eine große Wunde am Hals mit einem schlimmen Madenbefall so schwach, dass wir sie durch die Euthanasie in den Himmel fliegen lassen haben. Eine andere Henne hatte einen durch Schichteier so prall gefüllten Bauchraum und allergrößte Schmerzen, dass wir uns unter Tränen auch für sie für den Himmel entschieden haben. Sehr schmerzhaft und berührend zugleich war es, als eine kleine geschwächte, todesnahe Henne ein Sonnenbad genommen hat – zum ersten und letzten Mal. Leider war sie so geschwächt, dass sie, wie zu erwarten, auf dem Weg nach Hause auf dem Schoß ihrer Abnehmerin gestorben ist. Eine andere ausgesprochen geschwächte Henne wurde seit ihrem Weg aus der Anlage durchgehend auf dem Schoß einer Helferin gewärmt, gehalten und geliebt (und natürlich zuvor medizinisch versorgt). Sie hat den Weg nach Hause überstanden. Nach der erfolgreichen Übergabe und wenn nötigt Stabilisierung der Hennen ging es weiter zum Übergabeort 2. Auch hier wurden schon voller Vorfreude auf uns gewartet. 58 Hennen wurden liebevoll mit freudestrahlenden Augen von ihren Adoptant:innen entgegengenommen und ebenfalls in weich gepolsterte Transportboxen umgesetzt. 50 Hennen kamen als „Urlaubsgäste“ zu mir und auf zwei weitere Stellen. Hier hatten sie Zeit zum Kraft tanken, um sich dann gestärkt eine Woche später (18.06.) auf den Weg zu ihrem neuen Zuhause Hannover und Köln zu machen.
♡ Bei dieser Rettung waren 4 Teammitglieder und ein Tierarzt beteiligt. Vielen Dank an mein tolles Team, den tollen Tierarzt und die tollen Abnehmer:innen für den reibungslosen Ablauf der Rettung!
Freude und Leid, Tränen vor Rührung um das gewonnene und das verlorene Leben liegen nur ein Hauch nebeneinander
Jetzt hatten wir 2 Wochen um unsere „Urlaubsgäste“ und unsere Pflegetiere aufzupäppeln, ihnen beim Entdecken der Welt staunend und weinend zugleich zuzusehen und neue Kraft für die „Resterettung“ zu schöpfen.
24.06.23, Tag der "Resterettung": Hier konnten wir insgesamt 368 Hennen retten und konnten sie gemeinsam mit einem Hahn aus dem Tierheim Süderstraße an Adoptan:innen übergeben.
Die "Resterettung" war sicherlich der emotional herausfordernste Teil der Rettung. Auf einmal war die Anlage leer, leer wo noch wenige Wochen vorher lautstarkes Gegackere zu hören war… Alle 106.000 Hennen ausgestallt und auf einem Schlachthof in Polen „entsorgt“. Alle bis auf die, die nicht gefunden wurden oder aus sonstigen Gründen den Fängern entkommen konnten. In der Regel sind es 50-100 Hennen. Im Normalfall verhungern oder verdursten diese Tiere oder werden durch die scharfen Chemikalien bei der Reinigung und Desinfektion der Anlage getötet. Alle „vergessene“ Tiere zu finden und NIEMANDEN zurück zu lassen war neben den Emotionen eine große Herausforderung.
Wir trafen um 9:00 Uhr an der jetzt leeren Anlage, leer bis auf die Krankenstation. Hier waren noch 10 Hennen untergebracht, die wir schnell einfangen und vorsichtig in Transportboxen umsetzten konnten. Anschießend durchsuchte das Team systematisch jedes Nest, jeden Winkel und die Kotgruben der Stallungen nach vergessenen oder eingeklemmten Hennen. Hier fanden wir noch 12 Hennen. 346 wurden im Vorwege für uns durch die Mitarbeiter:innen in einem Abteil untergebracht und sie somit vor dem sicheren Tod auf dem Schlachthof gerettet. Die „Träger“ trugen vorsichtig jede Henne ins Sonnenlicht zu unseren beiden vogelkundigen Tierärztinnen, die bei jeder Henne einen kurzen aber gründlichen Gesundheitscheck durchführten. Einige Hennen wurden sofort als „Pflegehenne“ eingestuft. Einige mussten durch Infusionen stabilisiert werden, andere erhielten aufgrund einer Beinverletzung oder eines auffälligen Befundes im Bauchraum Schmerzmittel. Diese „Pflegis“ wurden später auf Pflegestellen und bei mir untergebracht.
Um 14:30 Uhr war jede noch so kleine Ecke des Innen- und Außenbereich der Anlage nach vergessenen Hennen abgesucht, das Material verstaut und alle Transportboxen mit den Hennen in den Autos verstaut. 235 Hennen machten sich direkt von der Anlage aus mit kooperierenden Tierschutzvereinen auf den Weg in ihr neues Zuhause, alle andere Hennen begaben sich auf den Weg zum ersten Übergabeort. Hier wurden 67 Hennen an ihre neuen Menschen übergeben. Dank der tollen Teamarbeit und der reibungslosen Übergabe konnten wir uns um 15:00 Uhr auf den Weg zum letzten Übergabeort machen und hier wurden 44 Hennen übergeben. 22 Hennen fanden vorübergehend bei mir ein neues Zuhause, da 15 Tiere nach einer Woche Stärkung, Sonne und Liebe zu ihren bereits sehnsüchtig wartenden Abnehmerinnen in Brandenburg gefahren sind. 5 Hennen wurden in den Tagen nach der Rettung von ihren neuen Menschen abgeholt und zwei Hennen haben sich zu einem Leben bei mir entschieden.
♡ Bei der Resterettung haben sich insgesamt 12 Helfer:innen und 2 vogelkundige Tierärztinnen sich so unglaublich liebevoll um jede einzelne Henne bemüht und die Rettung so reibungslos und schnell wie möglich ablaufen lassen. Auch euch gilt mein großer Dank!
♡ Von Herzen möchte ich mich zudem bei allen Unterstützern bedanken. Bei meinen Patinnen, bei allen die mich durch finanzielle oder Sachspenden unterstützt haben, für jedes aufbauende und/oder meine Gedanken ordnendes Gespräch.
Ohne euch alle hätte ich das nicht geschafft!
Einige Eindrücke von der "Resterettung" und der Rettung am 10.06.2023
Am 10.06.2023 waren die Stallungen noch besetzt...
... und am 24.06.2023 leer... alle tot.
Das Helferteam durchsucht jeden Wickel der Stallungen nach vergessenen Hennen
Ein Blick in die leere Stallung
Jede Henne wird vorsichtig aus den Stallungen getragen
Durchchecken bei unseren Tierärztinnen
Diese Hennen sind bereits in Sicherheit, tierärztlich durchgecheckt und warten auf die Fahrt ins Forever-Zuhause.
Transportboxen warten auf ihren Einsatz
Die Kratzspuren an den Wänden sind stille Zeugen der brutalen Praktiken bei der Ausstallung.
ANGST, PANIK
Die Kratzspuren an den Wänden sind stille Zeugen der brutalen Praktiken bei der Ausstallung.
ANGST, PANIK
Die Kratzspuren an den Wänden sind stille Zeugen der brutalen Praktiken bei der Ausstallung.
ANGST, PANIK
Auch in die Kotgruben fallen immer wieder Hennen...
...ohne den Menschen kommen sie hier nicht wieder raus. Sie verhungern und verdursten oder werden durch die scharfen Reinigungsmittel "wegdesinfiziert"
Eine Henne auf dem Weg in den Himmel. Trotzdem nutzt sie die ersten warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Körper...
Da liefen uns die Tränen.
...auf der Fahrt nach Hause ist sie wie zu erwarten gestorben.
Opfer zeigen
Opfer sehen
Das erste Bad in der warmen Sonne (Olivia; gerettet am 10.06.23)
Geschwächt und vollkommen am Ende der Kräfte (gerettet am 10.06.23)
Eine Henne - kaum noch als das zu erkennen. Sie lag auf dem Boden in der Stallung.
Entsorgte Opfer (Kadavertonne; 24.06.2023)
Ein Pickopfer am Ende der Kräfte.
Die Glücklichen, gerettet und in Sicherheit, die ersten vorsichtigen Schritte in ihr neues Leben
Voller Neugier wird das neue Leben entdeckt
Das erste mal im Leben Gras picken
Endlich zur Ruhe kommen können. Sie sind so müde.
Eine kleine, ca 1000gr schwere Henne, fast federlos, aber so voller Leben!
Im neuen Stall.
Endlich in Ruhe Essen und Trinken können.